24.09.2018

Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer eröffnet Geschäftsstelle des landesweiten Netzwerks

„Wichtigstes Ziel unserer politischen Arbeit ist die langfristige finanzielle Absicherung der Mehrgenerationenhäuser, weil sie nach über 10 Jahren erfolgreicher Arbeit immer noch Projektstatus haben.“ Dies erklärte die Vorsitzende des Vereins „Landesnetzwerk bayerischer Mehrgenerationenhäuser“ Uschi Weber, heute bei der Einweihungsfeier der Vereins-Geschäftsstelle. Weber leitet das Mehrgenerationenhaus des Euro-Trainings-Centres ETC in München Harthof.

Seit über 10 Jahren leisten die Mehrgenerationenhäuser wichtige ressort- und generationsübergreifende Arbeit für die Gesellschaft. Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, haben sich die Mehrgenerationenhäuser in Bayern zu dem Verein „Landesnetzwerk bayerischer Mehrgenerationenhäuser“ zusammengeschlossen. Das Landesnetzwerk bündelt deren Interessen und übernimmt die politische Lobbyarbeit für die Häuser in Bayern.
Der Verein wurde Ende 2017 gegründet. Seit heute hat er endlich auch eine eigene Geschäftsstelle, gefördert von der bayerischen Staatsregierung und feierlich eröffnet von der Sozialministerin Kerstin Schreyer. Auch die Website des Vereins www.mgh-lnw-bayern.de ist seit heute freigeschaltet.

Zur Eröffnung der Geschäftsstelle erklärte Sozialministerin Schreyer: „Unsere traditionellen familialen Strukturen haben sich geändert. Mehrgenerationenhäuser sind hierauf eine moderne und innovative Antwort. Für Bayern haben die Mehrgenerationenhäuser daher einen hohen Stellenwert. Bei den Koalitionsverhandlungen im Bund haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Bundesförderung der Mehrgenerationenhäuser auch über den aktuellen Förderzeitraum nach 2020 weitergeht. Das schafft Planungssicherheit. Ich freue mich sehr, dass die Geschäftsstelle heute ihre Arbeit aufnimmt. Sie ist das Kernstück des Landesnetzwerks – bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Die Mehrgenerationenhäuser in Bayern haben damit einen zentralen Ansprechpartner.“ Gastgeberin Uschi Weber betonte in ihrem Grußwort an die Gäste die wichtige Funktion der Mehrgenerationenhäuser für die soziale Infrastruktur. „Mehrgenerationenhäuser können eine Gesellschaft im Umbruch stabilisieren, z.B. eine Kommune, deren Bevölkerungsstruktur sich gravierend verändert. Denn in den Häusern wird gesellschaftlicher Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung, also kurz: Solidarität gelebt.“ Aus diesem Grunde könnten sie auch schnell, flexibel, bedarfsgerecht und unbürokratisch auf besondere gesellschaftliche Herausforderungen reagieren.

Von dem Aktionsprogramm der Mehrgenerationenhäuser profitiert Bayern besonders, von den bundesweit 540 Häusern sind 90 im Freistaat. Die Häuser organisieren Familien- und Kinderbetreuung im Wohnviertel, sie engagieren sich in den Bereichen Alter und Pflege sowie in der Integrations- und Bildungsarbeit, darüber hinaus halten sie den Generationendialog lebendig. Das Landesnetzwerk übernimmt die Vertretung der bayerischen Mehrgenerationenhäuser im Bundesnetzwerk und arbeitet an der Qualitätsentwicklung der Mehrgenerationenhäuser mit. Es bündelt die Kraft der Mehrgenerationenhäuser zu einer noch stärkeren Stimme. Damit gibt es zusätzlich zur Freien Wohlfahrtspflege in Bayern einen weiteren Ansprechpartner zum Thema Politik für alle Generationen und demografischen Wandel.

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